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Motorradführerschein in Greifswald: A1, A2 oder A – was darfst du fahren?

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Die Sonne kommt raus, die Küstenstraßen rufen – und du fragst dich: Welcher Motorradführerschein passt eigentlich zu mir? A1, A2 oder gleich die offene Klasse A? Die Antwort hängt vor allem von zwei Dingen ab: deinem Alter und deinen Plänen. Hier bekommst du den kompletten Überblick – inklusive der Aufstiegslogik, mit der du dich Stufe für Stufe hocharbeiten kannst, ohne jemals wieder Theorieunterricht zu drücken.

Die drei Klassen im Überblick

A1: Der Einstieg ab 16 – 125er mit 11 kW

Mit der Klasse A1 startest du ab 16 Jahren. Du darfst Leichtkrafträder bis 125 cm³ Hubraum und maximal 11 kW (15 PS) fahren, mit höchstens 0,1 kW pro Kilogramm Leergewicht. Das reicht locker für den Weg zur Schule, zur Ausbildung oder für entspannte Runden Richtung Bodden. Bei uns lernst du auf der Honda CB 125 F – leicht, wendig, ideal zum Einsteigen.

A2: Ab 18 – Mittelklasse mit 35 kW

Die Klasse A2 gibt es ab 18 Jahren. Erlaubt sind Motorräder bis 35 kW (48 PS) und maximal 0,2 kW pro Kilogramm. Wichtig zu wissen: Gedrosselte Maschinen sind nur zulässig, wenn die offene Version nicht mehr als 70 kW leistet. Mit 35 kW bist du auf Landstraße und Autobahn vollwertig unterwegs – unsere Honda CB 500 F ist dafür das perfekte Trainingsgerät: kräftig genug für die Bundesstraße nach Wolgast, gutmütig genug für die ersten Kurven.

A: Die offene Klasse – ab 24, oder ab 20 mit Aufstieg

Die Klasse A kennt keine Leistungsgrenze. Direkteinstieg geht ab 24 Jahren. Wer schon zwei Jahre A2 in der Tasche hat, darf bereits mit 20 aufsteigen. Geschult wird bei uns auf der Honda CB 650 F – vier Zylinder, ordentlich Druck, und trotzdem ein faires Lernmotorrad.

Kurz zusammengefasst:

KlasseMindestalterLeistungUnser Schulungsmotorrad
A11611 kW (125 cm³)Honda CB 125 F
A21835 kWHonda CB 500 F
A24 (20 mit 2 Jahren A2)unbegrenztHonda CB 650 F

Die Aufstiegslogik: A1 → A2 → A

Jetzt kommt der Teil, den viele nicht kennen – und der richtig Geld und Nerven spart: der Stufenaufstieg.

Wenn du eine Klasse mindestens zwei Jahre besitzt, steigst du in die nächste auf, indem du nur eine praktische Prüfung ablegst. Keine Theorieprüfung, kein neuer Theorieunterricht, keine vorgeschriebenen Sonderfahrten – nur so viele Übungsstunden, wie du brauchst, und dann die Prüfungsfahrt.

Konkret heißt das:

  • A1 mit 16 → A2 mit 18: Zwei Jahre 125er-Erfahrung, dann praktische Aufstiegsprüfung – fertig.
  • A2 mit 18 → A mit 20: Wieder zwei Jahre fahren, wieder nur die praktische Prüfung.

Wer mit 16 anfängt, sitzt also mit 20 auf dem offenen Motorrad – mit vier Jahren echter Fahrpraxis im Rücken. Das ist nicht nur günstiger als dreimal komplett neu anzufangen, sondern macht dich auch zu einem deutlich besseren Fahrer. Falls du übrigens schon einen Autoführerschein hast und nur eine 125er fahren willst: Schau dir die Schlüsselzahl B196 an – die geht ganz ohne Prüfung, gilt aber nur in Deutschland und erlaubt keinen Aufstieg auf A2.

Grundfahraufgaben: Das musst du in der Prüfung können

Die praktische Motorradprüfung beginnt mit den Grundfahraufgaben – Übungen auf abgesperrter Fläche, die Maschinenbeherrschung beweisen. Dazu gehören unter anderem:

  • Slalom um Pylonen
  • Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung (die berühmte Gefahrbremsung)
  • Ausweichen nach Abbremsen und ohne Abbremsen
  • Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus
  • Stop-and-go und enge Wendemanöver

Klingt nach viel? Keine Sorge: Genau diese Aufgaben üben wir so lange, bis sie sitzen. Dirk fährt dabei per Funk hinter oder neben dir her und gibt dir direkt Rückmeldung – ruhig und Schritt für Schritt, wie immer bei uns. Nach den Grundfahraufgaben geht die Prüfungsfahrt in den echten Verkehr: Stadt, Landstraße, Überholen, Kurventechnik. Auch das trainieren wir vorher auf genau den Strecken, die in Greifswald und Umgebung tatsächlich geprüft werden.

Schutzkleidung: Nicht verhandelbar

Beim Motorradfahren gibt es keine Knautschzone außer deiner Kleidung. Zur Ausbildung und Prüfung brauchst du deshalb:

  • Helm (ECE-geprüft)
  • Motorradjacke und -hose mit Protektoren oder ein Kombi
  • Motorradhandschuhe
  • Festes Schuhwerk über den Knöchel, besser Motorradstiefel
  • Rückenprotektor – dringend empfohlen

Tipp: Kauf den Helm zuerst und nimm dir Zeit für die Passform. Bei allem anderen beraten wir dich gern, bevor du Geld ausgibst – gerade am Anfang muss es nicht die teuerste Ausrüstung sein, aber die richtige.

Motorradsaison an der Ostsee: Wann anfangen?

Greifswald ist zum Motorradfahren ein Geschenk: Boddenufer, Alleen Richtung Usedom, die Strecken nach Stralsund und ins Hinterland – wenig Verkehr, viel Aussicht. Die Saison läuft hier grob von April bis Oktober.

Daraus folgt eine einfache Rechnung: Wer im Sommer fahren will, sollte im Frühjahr anfangen – oder die Theorie schon über den Winter erledigen und losfahren, sobald die Straßen frei sind. Wenn es schnell gehen soll, ist unser Motorrad-Intensivkurs die richtige Wahl: kompakte Theorie, dichte Praxisblöcke, Führerschein in rund 14 Tagen. Gerade für Studierende in den Semesterferien ist das die beliebteste Variante.

Was kostet der Motorradführerschein?

Die Kosten hängen von der Klasse, deinem Vorwissen und der Zahl deiner Übungsstunden ab – beim Aufstieg von A1 auf A2 zahlst du zum Beispiel deutlich weniger als beim Direkteinstieg. Eine transparente Übersicht aller Posten findest du auf unserer Preisseite; dort kannst du dir mit dem Kostenrechner auch gleich eine persönliche Schätzung bauen.

Schwing dich drauf

Ob 125er mit 16, Mittelklasse mit 18 oder offene Klasse: Der Weg aufs Motorrad ist klar geregelt – und mit der Aufstiegslogik planbarer, als viele denken. Du musst dich nur für die erste Stufe entscheiden.

Lust auf Fahrtwind? Dann melde dich jetzt unverbindlich an oder ruf durch unter 0172 1322019 – wir klären gemeinsam, welche Klasse zu deinem Alter und deinen Plänen passt. Du kannst auch einfach dienstags oder donnerstags zwischen 16:30 und 18:30 Uhr in der Langen Reihe 74 vorbeischauen und dir die Hondas ansehen. Die Saison wartet nicht.

Führerschein-Fahrplan Greifswald

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